1,32Kinder je Frau
Zusammengefasste Geburtenziffer 2025 (2024: 1,35)
Destatis, Stand 07/2026 [1]
654.241
Lebendgeborene 2025, der niedrigste Stand der Nachkriegszeit
Destatis, Stand 07/2026 [3]
−352.347
Mehr Gestorbene als Geborene 2025 (1.006.588 Gestorbene)
Destatis, Stand 07/2026 [3]
32,7
Altenquotient 2024: Personen ab 67 Jahren je 100 Personen von 20 bis 66 Jahren
Destatis, Stand 12/2025 [6]
31,9Jahre
Durchschnittsalter der Mutter bei Geburt 2025 (1991: 27,9 Jahre); beim ersten Kind 30,5 Jahre
Destatis, Stand 07/2026 [1]
20%
der Frauen im Alter von 45 bis 49 Jahren sind kinderlos (2022, seit 2012 nahezu konstant)
Destatis, Mikrozensus, Stand 06/2023 [7]
83,5Mio.
Einwohner Ende 2025 (−0,1 % ggü. Vorjahr); Nettozuwanderung 2025: rund 235.000
Destatis, Stand 06/2026 [9] [10]
51(2070)
Altenquotient 2070 bei moderater Entwicklung; Spanne der Varianten 43 bis 61
Destatis, Stand 12/2025 [5] [6]

Begriffe und Definitionen

Zusammengefasste Geburtenziffer („Geburtenrate“)

Die zusammengefasste Geburtenziffer ist die Summe der altersspezifischen Geburtenziffern der Frauen von 15 bis 49 Jahren in einem Kalenderjahr. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekäme, wenn die Geburtenverhältnisse dieses Jahres dauerhaft gälten. Davon zu unterscheiden ist die endgültige Kinderzahl eines Frauenjahrgangs. Der Jahrgang 1976 bekam im Durchschnitt 1,58 Kinder, der Jahrgang 1968 mit 1,49 Kindern so wenige wie kein anderer. [1] [4]

Altenquotient

Der Altenquotient gibt an, wie viele Personen im Alter ab 67 Jahren auf 100 Personen im Erwerbsalter von 20 bis 66 Jahren kommen. Er beschreibt die Altersstruktur der Bevölkerung, nicht das Verhältnis von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden. [5] [6]

Hinweis zur Methodik

Seit dem Zensus 2022 werden Bevölkerungszahlen neu berechnet. Für 2022 weist Destatis die Geburtenziffer daher doppelt aus: 1,46 auf Basis des Zensus 2022 und 1,49 auf Basis des Zensus 2011. Die lange Zeitreihe im Diagramm stammt aus dem Zeitreihen-Bericht. Dort beruhen die Werte bis 2022 auf dem Zensus 2011, sodass sie für 2021 und 2022 leicht von der aktuellen Tabelle abweichen. Bevölkerungsvorausberechnungen sind „Wenn-dann“-Modellrechnungen und keine Prognosen. [2] [4] [5]

Geburten und Sterbefälle

Die meisten Kinder wurden 1964 geboren: 1.357.304. Seit 1972 sterben in Deutschland in jedem Jahr mehr Menschen, als geboren werden. Nach einem Zwischenhoch im Jahr 2021 (795.492 Geburten) ist die Zahl der Geburten vier Jahre in Folge gesunken, 2025 auf 654.241. [3] [4]

Lebendgeborene und Gestorbene in Deutschland, 1950–2025 (Anzahl)

Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht „Geborene und Gestorbene – Zeitreihen“, Tabelle 126xx-b02, Stand 09/2026. Bis 1990 früheres Bundesgebiet und DDR zusammen. [4]

2025 lag die zusammengefasste Geburtenziffer bei 1,32 Kindern je Frau und damit so niedrig wie seit 1997 nicht mehr. Den tiefsten Wert gab es Mitte der 1990er-Jahre mit 1,24. Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit bekamen 2025 rechnerisch 1,20 Kinder, Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit 1,78 (2024: 1,84). Unter den Bundesländern reichte der Wert von 1,16 in Sachsen bis 1,38 in Niedersachsen. [1]

Zusammengefasste Geburtenziffer, 1990–2025 (Kinder je Frau)

Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 126xx-b02, Stand 09/2026 (Werte bis 2022 auf Basis Zensus 2011). [4]
Geburtenkennzahlen 2021–2025
Kennzahl20212022202320242025
Lebendgeborene795.492738.819692.989677.117654.241
Gestorbene1.023.6871.066.3411.028.2061.007.7581.006.588
Überschuss der Gestorbenen−228.195−327.522−335.217−330.641−352.347
Lebendgeborene je 1.000 Einwohner9,69,08,38,17,8
Zusammengefasste Geburtenziffer1,581,461,381,351,32
Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand 07/2026. Geburtenziffer nach Geburtsjahrmethode; 2021 auf Basis Zensus 2011, ab 2022 auf Basis Zensus 2022. [2] [3]

Alter der Eltern

Eltern bekommen ihre Kinder später als früher. 2025 waren Mütter bei der Geburt im Durchschnitt 31,9 Jahre alt und Väter 34,8 Jahre (1991: 27,9 und 31,0 Jahre). Beim ersten Kind waren Mütter im Durchschnitt 30,5 Jahre alt. [1]

2025 hatten 70,9 % der Neugeborenen eine Mutter mit deutscher und 29,1 % eine Mutter mit ausländischer Staatsangehörigkeit. [12]

Kinderlosigkeit

Die Kinderlosenquote ist der Anteil der Frauen ohne leibliche Kinder an allen Frauen einer Altersgruppe, unabhängig davon, ob Kinder im Haushalt leben. Grundlage sind Selbstauskünfte im Mikrozensus; die aktuellsten Ergebnisse stammen aus dem Jahr 2022. Von den Frauen im Alter von 45 bis 49 Jahren (Jahrgänge 1973 bis 1977) waren 20 % kinderlos. Seit 2012 ist die Quote nahezu konstant. In den drei Jahrzehnten davor war sie gestiegen, von 11 % bei den Frauen der 1930er-Jahrgänge auf 21 % bei den Ende der 1960er-Jahre geborenen Frauen. [7] [8]

Kinderlosenquote der Frauen nach Alter zum Zeitpunkt der Befragung (in %)
Alter20082012201620182022
35 bis 39 Jahre2626252726
40 bis 44 Jahre2022212221
45 bis 49 Jahre1720202120
50 bis 54 Jahre1617192021
Quelle: Statistisches Bundesamt, Endergebnisse des Mikrozensus, Stand 05/2024. [8]

Im Westen lag die Quote 2022 bei 20 % (2012: 21 %), im Osten ohne Berlin bei 14 %. Frauen der Jahrgänge 1973 bis 1977 mit hoher Bildung waren zu 23 % kinderlos, mit mittlerer Bildung zu 21 % und mit niedriger Bildung zu 11 %. In Deutschland geborene oder als Kind unter 15 Jahren zugewanderte Frauen waren zu 22 % kinderlos, Frauen, die ab 15 Jahren zugewandert sind, zu 12 %. [7]

Altersstruktur und Bevölkerungsvorausberechnung

Die 16. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung von Destatis (Dezember 2025) geht vom Bevölkerungsstand Ende 2024 aus. Danach steigt die Zahl der Menschen ab 67 Jahren in allen Varianten bis 2038 um 3,8 bis 4,5 Mio. auf 20,5 bis 21,3 Mio. Ihr Anteil an der Bevölkerung wächst von 20 % (2024) auf 25 bis 27 % (2038). Im Erwerbsalter von 20 bis 66 Jahren waren 2024 51,2 Mio. Menschen. Bis 2070 sinkt ihre Zahl je nach Nettozuwanderung auf 45,3 Mio. (hoch), 41,2 Mio. (moderat) oder 37,1 Mio. (niedrig). [5]

Altenquotient 1990–2024 und Vorausberechnung bis 2070 (ab 67-Jährige je 100 Personen von 20 bis 66 Jahren)

Quelle: Statistisches Bundesamt, 16. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Stand 12/2025. Varianten: G = Geburtenhäufigkeit, L = Lebenserwartung, W = Wanderungssaldo; jeweils 1 = niedrig, 2 = moderat, 3 = hoch. Gestrichelt: Vorausberechnung. [6]
Altenquotient (ab 67-Jährige je 100 Personen von 20 bis 66 Jahren)
JahrRelativ junge Bevölkerung (G3L1W3)Moderat (G2L2W2)Relativ alte Bevölkerung (G1L3W1)
1990 (Ist)19,9
2010 (Ist)29,7
2024 (Ist)32,7
203541,843,144,5
205041,245,249,4
207042,851,061,0
Quelle: Statistisches Bundesamt, 16. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Stand 12/2025. [6]

Bei moderater Entwicklung von Geburten, Lebenserwartung und Zuwanderung hätte Deutschland im Jahr 2070 74,7 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner. Über alle 27 Varianten reicht die Spanne von 63,9 bis 86,5 Mio. [5]

Bevölkerungsstand, Zuwanderung und Lebenserwartung

Zum Jahresende 2025 lebten 83,5 Mio. Menschen in Deutschland, 110.000 oder 0,1 % weniger als ein Jahr zuvor (Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022). [9] Die Nettozuwanderung, also Zuzüge minus Fortzüge über die Grenzen Deutschlands laut Meldebehörden, betrug 2025 rund 235.000 Personen, 45 % weniger als 2024 (430.000). Rund 1,48 Mio. Zuzügen standen 1,25 Mio. Fortzüge gegenüber. [10]

Die Lebenserwartung bei Geburt erreichte 2025 neue Höchstwerte: 83,6 Jahre für Frauen und 79,1 Jahre für Männer. 65-jährige Frauen hatten noch durchschnittlich 21,2 Lebensjahre vor sich, 65-jährige Männer 18,2 Jahre. Die Werte stammen aus der Periodensterbetafel. Sie geben an, wie lange Menschen bei den Sterblichkeitsverhältnissen des Jahres 2025 durchschnittlich leben würden, und sind keine Prognose. [11]

Bezug zur Rentenversicherung

Der Altenquotient beschreibt die Altersstruktur der Bevölkerung. Für die gesetzliche Rentenversicherung ist das Verhältnis von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden maßgeblich, das außerdem von Erwerbsbeteiligung, Löhnen und Renteneintrittsalter abhängt. Zahlen zu Rentnern, Versicherten, Beitragssatz, Rentenniveau und zur aktuellen Rentenreform stehen auf der Seite Renten.

Quellen

  1. Pressemitteilung Nr. 230: Zusammengefasste Geburtenziffer sinkt im Jahr 2025 auf 1,32 Kinder je Frau (01.07.2026). Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_230_12.html Abgerufen am 26.09.2026
  2. Zusammengefasste Geburtenziffer nach Kalenderjahren. Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/Tabellen/geburtenziffer.html Abgerufen am 26.09.2026
  3. Lebendgeborene und Gestorbene. Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/Tabellen/lebendgeborene-gestorbene.html Abgerufen am 26.09.2026
  4. Statistischer Bericht: Ehescheidungen, Eheschließungen, Geborene und Gestorbene – Zeitreihen 1841 bis 2025 (Tabelle 126xx-b02), erschienen am 03.09.2026. Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Eheschliessungen-Ehescheidungen-Lebenspartnerschaften/Publikationen/Downloads-Eheschliessungen/statistischer-bericht-ehescheidungen-eheschliessungen-geborene-gestorbene-zeitreihen-5126107.xlsx Abgerufen am 26.09.2026
  5. Pressemitteilung Nr. 446: Bereits 2035 wird in Deutschland ein Viertel der Bevölkerung 67 Jahre und älter sein (11.12.2025). Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/12/PD25_446_12.html Abgerufen am 26.09.2026
  6. Jugend-, Alten- und Gesamtquotient mit den Altersgrenzen 20 und 67 Jahren (16. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Grafik mit Daten-CSV). Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/_Grafik/_Interaktiv/16te-kbv-19-jugend-alten-gesamtquotient.html Abgerufen am 26.09.2026
  7. Pressemitteilung Nr. 226: Kinderlosenquote seit zehn Jahren konstant bei 20 % (14.06.2023). Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/06/PD23_226_12.html Abgerufen am 29.09.2026
  8. Kinderlosenquote der Frauen nach Alter (Tabelle, Stand 08.05.2024). Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/Tabellen/kinderlosigkeit.html Abgerufen am 29.09.2026
  9. Pressemitteilung Nr. 203: Bevölkerung Deutschlands sinkt im Jahr 2025 um 0,1 % (16.06.2026). Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/06/PD26_203_124.html Abgerufen am 29.09.2026
  10. Pressemitteilung Nr. 184: Nettozuwanderung 2025 mit 235 000 Personen deutlich gesunken (01.06.2026). Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/06/PD26_184_12411.html Abgerufen am 29.09.2026
  11. Pressemitteilung Nr. 236: Lebenserwartung bei Geburt für Frauen und Männer im Jahr 2025 auf neue Höchstwerte gestiegen (07.07.2026). Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_236_12621.html Abgerufen am 29.09.2026
  12. Lebendgeborene nach der Staatsangehörigkeit der Mutter (Tabelle, Berichtsjahr 2025, Stand 01.07.2026). Statistisches Bundesamt (Destatis). https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/Tabellen/lebendgeborene-staatsangehoerigkeit-laender.html Abgerufen am 29.09.2026